Führung – agil, klassisch oder beides?

Impulse, Gedanken und Anregungen zu „agiler Führung“ von Patrick Schmid

Agil zu sein ist gerade hip und chic im Management. Dies spüre ich immer deutlicher bei meiner Arbeit als Trainer und Berater in unterschiedlichesten Unternehmen – unabhängig von Größe oder Branche. Denn wer möchte schon das Gegenteil davon sein? Alt, verstaubt und träge ist nicht gerade attraktiv.

Wir leben in einer dynamischen Welt mit hoher Vernetzung und Unsicherheit. Es bleibt in vielen Branchen keine Zeit mehr, in endlosen Planungsrunden einen 5-Jahresplan zu entwickeln. Oft ist schon der Plan für das kommende Jahr mit so vielen Unwägbarkeiten belegt, dass er nach 3 Monaten veraltet ist. Hier ist Agilität gefragt: Die Fähigkeit, rasch auf geänderte Rahmenbedingungen zu reagieren und sich entsprechend anzupassen. Auch in manchen Projekten kann heute nicht mehr gesagt werden, wie das Endprodukt in 15 Monaten genau aussehen wird und was es exakt kosten wird. Selbst bei bester Planung gibt es so viele externe Einflussfaktoren, dass solche Vorhersagen unmöglich sind.

Doch soll man deshalb das ganze Planen bleiben lassen? Das sicher nicht, denn es würde nur im Chaos enden. Es gehört ein Augenmaß dazu, die Vorgehensweisen und Planungstiefen neu zu definieren, unnötige Planungen zu vermeiden und sich wieder neu auf das Wesentliche zu konzentrieren. Auch sind die Lösungen für einzelne Branchen anders: So macht es einen Unterschied, ob wir Software entwickeln und Dienstleistungen anbieten, die jederzeit schnell geändert werden können, oder ob wir Beton, Stahl und Produkte verarbeiten, die nur sehr teuer modifiziert werden können.

Agiler, also beweglicher und flexibler können wir in allen Branchen werden. Dazu gehört es auch, die Führungsstrukturen in Projekt und Linie zu überdenken und anzupassen. Manchmal kommt die Trägheit nicht durch Beton im Produkt, sondern in der Organisation. Wenn erst 5 Hierarchieebenen oder quartalsweise tagende Lenkungsausschüsse für eine Entscheidung gefragt werden müssen, braucht dies einfach extrem lange. Und die Entscheidungen hinken meist weit hinter der Realität her. Hier liegt viel Potential, um agiler zu werden – zum Wohle des Unternehmens und der eigenen Zukunft.

„Agile Führung“. heißt das Schlagwort dazu: Unternehmen mit flacher Hierarchie und flexiblen Teams, die sich selbst organisieren und selbst entscheiden, wer mitmachen darf und wer ihr Team leitet, gehören zu den innovativsten und erfolgreichsten Unternehmen.

Durch Transparenz, Selbstverantwortung und Mitbestimmung werden Arbeitnehmer zu motivierten Leistungsträgern, die von sich aus mitdenken und gleichzeitig die Führungskraft entlasten. Wie dies gelingt, erfahren Sie in unserem neuen Seminar „Agile Führung“. Seien Sie mutig und setzen Sie sich mit dem neuen Führungsstil auseinander!

Neugierig geworden? Im Interview verrät Andrea Koch, unsere Trainerin für Führungsthemen, was agile Führung bedeutet und wie Sie davon profitieren können.

Wenn Sie die agilen Methoden für Ihre Projekte genauer kennenlernen möchten, dann kann ich Ihnen drei weitere Seminare empfehlen:

  • Einen breiteren Überblick über agile Methoden wie SCRUM, KANBAN, LEAN und viele weitere erhalten Sie in unserem Seminar „Agile Methoden in Projekten nutzen. Hier zeigen wir Ihnen auch, wie Sie diese Methoden in einem klassischen Projektumfeld gewinnbringend einsetzen können.
  • Und im Herbst startet ein weiteres neues Seminar mit dem Fokus auf selbststeuernde Teams: „Agile Teams erfolgreich machen“. Auch dafür können Sie sich heute schon anmelden.